02.02.2005
 

Nach einer ¾ stündigen, sehr holprigen Busfahrt war ich also nun in Dublin! Nachdem wir mein Gepäck (was auf der Hinreise übrigens nur 12 kg wog und bei der Abreise 23 kg :-) im Hotel abgestellt hatten, sind wir dann sofort ins Pub "O Sullivan" gegangen…. Ich kann euch sagen, Guinness ist super lecker und die Musik im Pub ist einfach toll. Ich habe sogar den Song, den Christian mal ins Netz gestellt hat, live hören können ;-) Die Iren verstehen echt was von Kneipengemütlichkeit und guter Musik!

Nachdem ich dann ein Guinness getrunken hatte, ging es dann auch schon wieder zurück ins Hotelzimmer, denn ich war ziemlich müde von der "langen" Reise. Christian drückte mir dann auch für Freitag noch einen Stadtplan mit persönlicher Note in die Hand, denn er musste ja leider am Freitag arbeiten…

So begab ich mich also am Freitagmorgen, bei wunderschönstem Wetter (10 Grad und Sonnenschein) auf die Rundtour durch Dublin. Am Anfang war ich ein wenig ängstlich, dass ich die Leute nicht verstehe (mangels meiner mickrigen Englischkenntnisse), aber nach einiger Zeit und einigen Gesprächen verstand ich die Iren auch und ich kam ganz gut klar ;-)

Nach einem ausgiebigen Frühstück bin ich zum Trinity College gelaufen… In Dublin ist übrigens alles sehr hektisch… aber angenehm hektisch - es laufen viele Menschen umher, die jedoch alle ruhig, gelassen und sehr hilfsbereit sind… Nun stand ich also im Hof des Trinity College und die ganze Hektik der Stadt lag hinter mir. Es war ruhig und es gab eine wunderschöne Parkanlage. Vom Trinity College bin ich dann zu meinem höchstpersönlichen Favoriten den St. Stephen’s Green Park gelaufen. Ich glaube ich habe noch nie so wunderschönes grünes Gras gesehen. Dieser Park ist das Paradies für Naturfreunde und Garten- und Landschaftsbauer ;-) Es gibt dort einen riesigen Teich (na ja, fast schon ein See), viel grünes Gras, blühende Bäume, Palmen und Blumen in allen Farben. Ich bin dort eine ganze Weile sitzen geblieben und habe die Stille und Natur um mich herum genossen.

Meine nächste Station war die St. Patrick’s Cathedrale. In diese bin ich leider nicht hineingegangen, da ich keinen Eingang gefunden habe… Dann ging es zur Christ Church, in die ich dann auch hineingegangen bin - und dies auch nicht bereut habe ;-) Die Kathedrale wurde 1038 zu Zeiten der Wikinger errichtet und ist von jeglichen Kriegen oder anderem Vandalismus verschont geblieben. In der Marienkapelle hatte ich dann auch die Möglichkeit ein Gebet niederzuschreiben (so weit es meine Englischkenntnisse und das Wörterbuch zuließen). Dieses Gebet und noch viele weitere Gebete der Kirchenbesucher werden dann während der Eucharistiefeier gesprochen. Das Beste an dieser Kathedrale war die Krypta. Dies ist eine Art Kellergewölbe unterhalb der Kathedrale. Man findet dort sehr viele historische Kunstwerke, die die Jahrhunderte einfach deswegen überdauert haben, weil sie niemanden in den Weg geraten sind. Man konnte auch eine mumifizierte Katze und Ratte bewundern, die in den 60er Jahren des 19. Jahrhundert in einer Orgelpfeife stecken geblieben sind. Wahrscheinlich hat die Katze gerade die Ratte gejagt, doch leider habe es beide nicht überlebt.

Mein nächster Aussichtspunkt war dann der Fluss Liffey, an dem auch unser Hotel war. Völlig erschöpft und mit einem riesigen Sandwich und einen Cafe Latte bewaffnet bin ich dann nach 5 Stunden in das Hotel zurückgekehrt. Nachdem ich mich dort kurz ausgeruht hatte, zog es mich auch schon wieder in den St. Stephens’s Green. Dort habe ich dann den Iren Philip kennen gelernt. Nachdem er mich irgendetwas gefragt hatte, was ich nicht verstand, verklickerte ich ihm, das ich nur ein wenig Englisch spreche… darauf hin fragte er mich wo ich herkomme und schon waren wir vertieft in ein Gespräch über den Mauerfall ;-) Und dank Philip und unserem Gespräch ist mein Englisch dann auch immer besser geworden ;-)

Nach einer Stunde habe ich mich dann von ihm verabschiedet, denn ich wollte unbedingt wieder zurück ins Hotel, da Christian jeden Moment von der Arbeit kommen musste und wir noch zum Flughafen wollten, unseren Mietwagen abholen!

So viel also von meinen alleinigen Erlebnissen… den Rest unserer gemeinsamen Erlebnisse wird Euch sicherlich Christian mit wunderschönen Fotos dokumentieren. Abschließend kann ich nur soviel sagen: Irland ist nicht nur eine grüne Insel, sie hat vieles mehr zu bieten und ist auf jeden Fall eine Reise wert!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


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